Manifest der sozialistischen und sozialdemokratischen Linken


Die österreichische Sozialdemokratie ist in einem schwierigen Abschnitt ihrer mehr als hundertjährigen Geschichte. Jetzt–nach Jahrzehnten führender Regierungstätigkeit–ergibt sich durch die neue Regierungskoalition von FPÖ/ÖVP für die SPÖ verstärkt die Notwendigkeit der Auseinandersetzungen mit den politischen und ökonomischen Bedingungen und den gesellschaftlichen Auswirkungen des Neoliberalismus auseinanderzusetzen.

Die SPÖ ist verstärkt gezwungen, sich dem im regierungsabkommen von FPÖ/ÖVP anvisierten vielfältigen Sozialabbau und den darin vereinbarten Belastungen der ArbeitnehmerInnen im Ausmaß von 14 Milliarden Schilling – bei gleichzeitiger Entlastung der ArbeitgeberInnen in der Höhe von 19 Milliarden–politisch entgegen zu stellen. Dazu bedarf es einer verstärkten umfassenden politischen Diskussion über die Aufgaben und Ziele der Sozialdemokratie in Österreich und in der Europäischen Union.

Die Weiterentwicklung der Europäischen Union zur


Politischen Union einer Sozialen Republik Europa


Ist eine Zielnotwendigkeit der Sozialdemokratie, um die ruinöse nationale Standortkonkurrenz zu überwinden. Das vorliegende Manifest der sozialistischen und sozialdemokratischen Linken–entworfen von den fanzösischen GenossInnen–soll dieser schwierigen Aufgabe dienen...

Freundschaft!

Wien, am 10. Februar 2000

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